„Ein Fussmarsch, der ein Menschen aus der Stadt an die Ufer eines Flusses oder auf den Gipfel eines Berges führt, wäre, nach Nützlichkeitsmaßstäben beurteilt, widervernünftig und idiotisch; man gibt sich einem albernen oder zerstörischen Zeitvertreib hin. Nach Ansicht der formalisierten Vernunft ist ein Tätigkeit nur dann vernünftig, wenn sie einem anderem Zweck dient, zum Beispiel der Gesundheit oder der Entspannung, die hilft, die Arbeitskraft wieder aufzufrischen. Mit anderen Worten, die Tätigkeit ist bloß ein Werkzeug; denn sie gewinnt ihren Sinn nur durch die Verbindung mit anderen Zwecken.“ (Horkheimer, Max: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft, S. 44) …
noch was schönes zum lesen: http://15jahre.conne-island.de/broschuere/09.html
September 27, 2007 um 8:40
„Auch der Begriff der Kultur ist negativ zu bestimmen: Man muss sich eingestehen, dass es an dieser Kultur des Kapitalismus nichts zu retten gibt (obwohl sie voll von Unabgegoltenem ist).“
- Ach, der Behrens. Als er bei der Veranstaltung (mit dem von ihm vorgeschlagenen, anspielungsreichen Titel) „Mia generation – or how the nation kills the groove“der Antifa Rostock war, hat er sich och an der Behauptung der ar gestört dass es ein unerfülltes Glücksversprechen gäbe.
Der Horki Text gibt auch Passagen her mit denen man schön die eigene hedonistische Feierei am WE „rechtfertigen“ kann. Aber da kommt ja hier bestimmt bald mehr.
September 29, 2007 um 12:04
na, dass ist doch super jetzt brauche ich ja kein schlechtes „gewissen“ mehr beim tanzen haben
, mir geht dieser gedanke mit der tanzerei als mittel schon länger durch den kopf allerdings in einem noch anderen zusammenhang – meiner sympathie zu minimal; oft geht es mir so, dass ich bei der tanzerei dann an schöne sache denken, allerdings passiert mir dieses fast ausschließlich bei minimal nun frage ich mich, ob es einfach sein kann, dass diese reduzierte art des technos mit seiner stetigen monotonie nicht geradezu zur zerstreuung einlädt und ich diese bewusst suche, was ja wenn man es positiv sehen möchte, was gutes sein kann/ ist, dass dabei allerdings die musik unwichtig und nur das mittel für den zweck, das „fitmachen“ für den alltäglichen scheiss, ist, macht den gang zur party, doch irgendwie wieder „unsympathisch“ …
zum text von roger, ich weiß nicht in gewisser weise verspricht er sich ja anscheinend von kritischer popkultur auch ne form von glück, wenn er ziemlich zum schluss das recht auf entertainment, damit verteidigt, dass kritikerIn so den kopf für die tägliche kritik wieder freibekommt … eigentlich war dieses auch der anlass für meinen eintrag, da ich mich schon gefragt habe, ob er mit diesem statement nicht tür und tor für unreflektiertes abgefeiere der „kritischen popkultur“ (*was immer dieses auch sei*) öffnet bzw gerade weil es eine broschüre einer alternativen einrichtung ist, auch einer tendenz den weg bahnt, wo popkultur schon per se kritisch ist, weil sie in alternativen räumen stattfindet …
Oktober 1, 2007 um 6:07
Fitmachen für den Alltag vs. den Kopf freibekommen für Kritik – hehe, kommt wohl aufs selbe und beides nicht übers so called Schweinesystem hinaus.
Ach so von wegen Kritik in und an Pop: Bei der Frage KIZ oder Lady Bitch Ray entscheide ich mich gerade noch für „oder“.